Warum manchmal eine einzige Pflanze der Beginn einer tiefen Veränderung sein kann

Wie Räume zu stillen Wegbegleitern unserer persönlichen Entwicklung werden.

Als ich im Jahr 2019 begann, meine Wohnung zu verändern, hatte ich keine Ahnung, dass ich damit gleichzeitig mein Leben verändern würde.

Eigentlich wollte ich nur mein Zuhause etwas schöner gestalten.

Nach vielen Jahren nahm ich wieder mein altes Feng-Shui-Buch zur Hand – ein Buch, das mich bereits seit über zwanzig Jahren begleitet hatte.

Damals gab es in meiner Wohnung kaum Pflanzen. Vielleicht stand hin und wieder einmal ein Blumenstrauß auf dem Tisch, aber echte Zimmerpflanzen? Keine einzige.

Auch Grüntöne spielten in meiner Einrichtung praktisch keine Rolle.

Heute muss ich darüber schmunzeln.

Denn genau das Holzelement – das im Feng Shui für Wachstum, Gesundheit, Vitalität und Neuanfang steht – fehlte damals fast vollständig in meinem Zuhause.

Als ich begann, bewusst Pflanzen in meine Räume zu holen, geschah etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Natürlich verbesserten sie das Raumklima.

Natürlich brachten sie mehr Lebendigkeit in meine Wohnung.

Doch ihre größte Wirkung lag für mich woanders.

Jedes Mal, wenn ich eine Pflanze goss, ein neues Blatt entdeckte oder verwelkte Blätter entfernte, erinnerte sie mich an etwas, das ich lange vergessen hatte:

Auch ich darf wachsen.

Auch ich darf meiner Gesundheit einen Platz in meinem Leben geben.

Auch ich darf gut für mich sorgen.

Damals ging es mir gesundheitlich nicht gut.

Ich funktionierte.

Ich hielt durch.

Doch durch die Veränderungen in meinen Räumen begann ich, immer bewusster wahrzunehmen, wie es mir eigentlich wirklich ging.

Meine Pflanzen wurden zu kleinen täglichen Erinnerungen.

Nicht daran, perfekt zu sein.

Sondern daran, liebevoll mit mir selbst umzugehen.

Sie erinnerten mich daran, dass Gesundheit Aufmerksamkeit braucht.

Dass Wachstum Zeit braucht.

Und dass Veränderung oft mit einem einzigen kleinen Schritt beginnt.

Heute bin ich überzeugt:

Meine Räume haben mich nicht gesund gemacht.

Aber sie haben mich jeden Tag daran erinnert, den mutigen Schritt zu gehen und mir ganzheitliche Unterstützung zu holen.

Sie wurden zu stillen Begleitern meiner persönlichen Entwicklung.

Und genau das ist bis heute die Grundlage meiner Arbeit.

Denn es geht mir längst nicht mehr nur um Feng Shui.

Es geht darum, Räume bewusst so zu gestalten, dass sie uns jeden Tag dabei unterstützen, die Person zu werden, die wir im Herzen bereits sind.

Was die Umweltpsychologie dazu sagt

Was ich damals intuitiv erlebt habe, wird heute auch wissenschaftlich untersucht.

Eine der bekanntesten Studien stammt vom Umweltpsychologen Roger S. Ulrich. Sie wurde 1984 in der renommierten Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

Ulrich untersuchte Patientinnen und Patienten nach einer Gallenblasenoperation.

Die eine Gruppe blickte aus ihrem Krankenhauszimmer auf Bäume.

Die andere Gruppe schaute auf eine Backsteinmauer.

Das Ergebnis war bemerkenswert:

Die Patientinnen und Patienten mit Blick ins Grüne konnten das Krankenhaus im Durchschnitt früher verlassen, benötigten weniger starke Schmerzmittel und wurden von den Pflegekräften insgesamt positiver beurteilt. Diese Studie gilt bis heute als Meilenstein der Umweltpsychologie und zeigt eindrucksvoll, welchen Einfluss unsere Umgebung auf unser Wohlbefinden und unsere Regeneration haben kann.

Wenn wir zur Ruhe kommen, kann unser Parasympathikus – der Teil unseres Nervensystems, der für Erholung und Regeneration zuständig ist – seine Arbeit besser aufnehmen. Genau deshalb spielt eine unterstützende Umgebung eine so wichtige Rolle für unser Wohlbefinden.

Für mich bestätigt diese Forschung etwas, das ich in meiner Arbeit immer wieder beobachten darf:

Unsere Räume sind nicht nur Kulisse.

Sie beeinflussen, wie wir uns fühlen, denken und handeln.

Das jahrtausendealte Wissen des Feng Shui

Genau hier setzt für mich das Feng Shui an.

Nicht als starres Einrichtungskonzept.

Nicht als Aberglaube.

Sondern als jahrtausendealtes Erfahrungswissen darüber, wie unsere Umgebung uns unterstützen kann.

Feng Shui ist eines von vielen Werkzeugen, die ich in meiner Arbeit nutze.

Es hilft uns dabei, Räume bewusster wahrzunehmen und sie so zu gestalten, dass sie unsere persönliche Entwicklung unterstützen.

Eines der kraftvollsten Elemente ist dabei das Holzelement.

Es steht für Wachstum.

Für Gesundheit.

Für Vitalität.

Für Erneuerung.

Und für den Mut, den eigenen Weg zu gehen.

Die Natur macht es uns jeden Frühling vor.

Nach jedem Winter beginnt sie erneut zu wachsen.

Nicht laut.

Nicht hektisch.

Sondern ganz selbstverständlich.

Vielleicht dürfen auch wir uns daran erinnern.

Der Osten – Dort, wo Neues beginnen darf

Im Feng Shui ist das Holzelement besonders mit dem Osten und Südosten verbunden.

Der Osten steht für den Sonnenaufgang.

Für einen neuen Tag.

Für einen Neuanfang.

Für die Möglichkeit, heute eine andere Entscheidung zu treffen als gestern.

Gerade deshalb liebe ich diesen Bereich einer Wohnung so sehr.

Wenn Menschen sich persönlich weiterentwickeln möchten, neue Gewohnheiten etablieren oder wieder mehr Energie in ihr Leben bringen wollen, lade ich sie oft ein, zunächst einmal in ihren Osten zu schauen.

Nicht nur in sich selbst.

Sondern auch in den Raum.

Denn unsere Umgebung erinnert uns jeden Tag daran, worauf wir unseren Fokus richten.

Eine kleine Einladung für dein Wochenende

Vielleicht möchtest du dir an diesem Wochenende einmal bewusst Zeit nehmen und durch den Osten und Südosten deiner Wohnung gehen.

Nimm dein Workbook zur Hand und schlage Seite 82 auf.

Frage dich dabei:

🌱 Was möchte hier wieder wachsen?

🌱 Wo darf neue Lebenskraft einziehen?

🌱 Was möchte liebevoll losgelassen werden?

Vielleicht wartet dort etwas darauf, repariert zu werden.

Vielleicht freut sich eine Pflanze über frische Erde oder etwas Wasser.

Vielleicht darf eine vertrocknete Pflanze in Dankbarkeit gehen und Platz für Neues schaffen.

Oder vielleicht brauchst gar nicht die Pflanze einen Neuanfang.

Sondern du.

Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einer großen Entscheidung.

Manchmal beginnt sie mit einem einzigen Moment der Achtsamkeit.

Mit einer Pflanze.

Mit einer Farbe.

Mit einem Raum.

Vielleicht verändert ihr heute gar nicht nur einen Raum.

Vielleicht schenkt ihr gleichzeitig auch einem Teil von euch selbst die Erlaubnis, wieder zu wachsen – in die Richtung, die euch wirklich guttut.

Denn ich glaube nicht, dass Räume unser Leben für uns verändern.

Aber ich glaube, dass Räume uns jeden Tag daran erinnern können, die Entscheidungen zu treffen, die unser Leben verändern.

Mein Geschenk für dich

Wenn du das Holzelement noch besser kennenlernen möchtest, lade ich dich herzlich zu Video Nr. 27 meines kostenlosen Online-Kurses „Dein erholsames SchlafZimmer“ ein.https://youtu.be/7yC5EGVxyyw?si=3RBd9HdEOA1OPvsZ

Darin zeige ich dir, wie du das Holzelement ganz bewusst über Farben, Formen, Materialien und Düfte in deinem Schlafzimmer einsetzen kannst – immer in einer harmonischen Balance und abgestimmt auf deine persönlichen Bedürfnisse.

Alle Hintergründe, Übungen und praktische Umsetzungsmöglichkeiten findest du außerdem in meinem Workbook „Your Life Changing Experience“ ab Seite 82, wo wir gemeinsam in die Welt der fünf Elemente eintauchen.https://shop.sandrali.de/product-details/product/694362d545312709a7c90532

Ich wünsche dir von Herzen, dass dein Zuhause zu einem Ort wird, der dich jeden Tag daran erinnert, wie viel Kraft, Gesundheit und Wachstum bereits in dir liegen.

Denn manchmal beginnt die größte Veränderung nicht in uns.

Sondern mit einem Raum, der uns liebevoll daran erinnert, wer wir wirklich sein möchten.

Wohn dich glücklich!

Von Herzen,

Sandra Li

Expertin für Räume & Persönlichkeitsentwicklung

Feng Shui • Wohnpsychologie • Space Clearing

Ich zeige Menschen, wie Räume zu stillen Wegbegleitern ihrer persönlichen Entwicklung werden können.